Resümee 2007

eine gemeinsame Aktion des Motorradfreunde „Beinhart“ Pirna e.V. und Sachsenbike.
Geschrieben von Reiseleiter Zett, stellv. Vorsitzender des Motorradfreunde „Beinhart“ Pirna e.V.

Kann uns einer von Euch sagen, wie wir diese Ausfahrt beschreiben sollen?

Gigantisch, perfekt, enorm, riesig, kolossal, überragend, titanisch, mächtig, oder wie noch?

Können wir diese Ausfahrt je wieder toppen?

Wir glauben, fast jeder der dabei gewesen ist wird uns recht geben, wenn wir behaupten, dass war einfach Spitze, was unsere beiden Vereine da auf die Beine gestellt haben (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Und bis auf ein paar kleine Pannen haben wir auch diese riesige Kolonne von 595 Motorrädern und 362 Kindern organisatorisch und technisch gut durch das Erzgebirge geleitet.

Es folgt nun ein kleiner Tatsachenbericht von der Ausfahrt mit ein paar „kleinen“ Impressionen vom Tag. In der Bildergalerie findet Ihr in bewährter Tradition die wichtigsten und vielleicht auch schönsten Bilder von der Ausfahrt, aber lange noch nicht alle…

So richtig wollten wir es gar nicht glauben, als wir morgens aus dem Fenster geschaut haben – Strahlend blauer Himmel…. So etwas hatten wir etliche Jahre nicht mehr. Das sich das bei der Motorräderanzahl bemerkbar machen würde, konnte jeder sehen, der den Weg nach Berggießhübel gefunden hat. Aber mal ganz ehrlich, wer von Euch hat damit gerechnet, dass wirklich 595 Motorradfahrer-innen kommen würden? Wenn man dann noch bedenkt, dass für 362 Kinder und Jugendliche aus 33 Einrichtungen Deutschlands, Polen, Tschechien und Weißrussland (ebenfalls ein neuer Rekord) eine Anmeldung da war, und sich im Internet „nur“ 230 Biker angemeldet hatten, kann sich jeder vorstellen, wie froh wir waren, als so viele von Euch zur Ausfahrt erschienen sind. Gleichzeitig hatten wir natürlich auch Bedenken, ob wir bei der eigentlichen Ausfahrt diese Menge organisatorisch überhaupt noch auf die Reihe bekommen würden. Aber diese Bedenken haben sich ja dann Dank einem perfekten Zusammenspiel zwischen Polizei und Ordnern in Luft aufgelöst.

Rein Ablauftechnisch gesehen war die diesjährige Ausfahrt nicht viel anders als die letzten Jahre auch. Punkt 9.30 Uhr wurden die anwesenden Massen im Freizeitbad Berggießhübel von unseren zwei Vereinen begrüßt und Punkt Zehn setzte sich der riesige Tross pünktlich in Bewegung (die Kolonne hatte eine durchschnittliche Länge von ca. 5 km, und die Vorbeifahrt dauerte etwa 12 min).
Ohne großen Zeitverzug erreichten wir unseren ersten Rastplatz auf dem Gelände der Schmiedeberger Baumaschinen GmbH. Mittlerweile hatte sich die Wetterprognose bestätigt, die für den Tag vereinzelte Schauer gemeldet hatte, als es zur Ankunft in Schmiedeberg zu regnen begann. Ist es Euch eigentlich aufgefallen, was für ein Glück wir an diesem Tag mit dem Wetter hatten? Während der Fahrt hat es nicht einmal geregnet. Nur in den drei Pausen bekamen wir mal mehr oder weniger etwas Wasser von oben ab.

Von da aus ging es dann weiter in Richtung Seiffen zur Sommerrodelbahn, dem eigentliche Ziel der Ausfahrt. Hier erwartete die Kinder und Fahrer Essen aus der Gulaschkanone (dieses Jahr erstmals mit zwei Gulaschkanonen), ein Eisstand, der übrigens die ganzen zwei Stunden belagert wurde, sowie eine Geschicklichkeitsstrecke der Verkehrswacht für interessierte Biker (die geplante Quadstuntshow musste leider ausfallen, da sich der Anbieter vom Team Highjumper ein paar Tage vorher verletzt hatte).
Die Kinder durften in der Zwischenzeit die Sommerrodelbahn benutzen. Leider konnten die Kinder aus Zeitgründen nicht alle wie geplant 2 mal, sondern meist nur einmal fahren. Wir hoffen, dass wenigstens alle Kinder wenigstens dieses eine Mal fahren konnten.
Mit einer Viertelstunde Verspätung machten wir uns dann auf den Rückweg nach Berggießhübel. Nach gut einer Stunde Fahrt erreichten wir den Parkplatz in Rehefeld, wo Unmengen von Kuchen und Getränke auf die Teilnehmer wartete. Obwohl über 1200 Kuchenstückchen bereit standen, hat es nicht für alle gereicht. Ein paar Münder sind leider leer geblieben. Dank guter Organisation der Vesperpause holten wir hier die Viertelstunde Zeitverzug wieder raus und fuhren pünktlich von Rehefeld weiter. Während der letzten Etappe konnte man sehr schön beobachten, wie gekonnt wir mit der riesigen Kolonne die Regenfronten umfuhren, und trockenen Fußes, und auf die Minute genau 17.30 Uhr wieder Berggießhübel erreichten. Wie am Anfang bereits erwähnt, war diese Ausfahrt trotz einiger kleiner Pannen mit die schönste Fahrt, die wir je veranstaltet haben. Beeindruckend waren auch die vielen Zuschauer am Rand der Strassen, die Dank der Streckenbekanntgabe in den Medien, den Kindern und Fahrern begeistert zuwinkten.

Zum zweiten Mal in der Geschichte der Heimkinderfahrt haben dieses Jahr wieder einmal die Plüsch-Erinnerungs-Maskottchen in Form einer Kuh nicht für alle Teilnehmer gereicht. Trotzdem denken wir, dass alle Kinder und Fahrer auch nach der eigentlichen Ausfahrt im Bad ihren Spaß bei vielen Events hatten. Ob Bull-Ryding, Bierkistenstapeln, Bogenschießen, Hüpfburg, Tombola oder Glücksrad, für jeden war etwas dabei. Viel Spaß hat auch das Preisraten für die Superbike-WM gemacht.
Natürlich war auch wieder für ausreichend Verpflegung gesorgt. Es wurde gegrillt, es gab Waffeln und natürlich auch jede Menge Getränke in jeglicher Form für Kinder und Erwachsene. Höhepunkt an diesem Abend waren sicherlich die zwei Live-Acts mit den Bands „Live Team Dresden“
und „Die Weiber“, wo eine richtige phantastische Stimmung aufkam.

So nach und nach verließen wie jedes Jahr ein Teil der Kinder und Fahrer die Veranstaltung. Zum Veranstaltungsausklang wurde es dann noch mal richtig lustig, als die versprochene Kinovorführung stattfand. Gezeigt wurde natürlich „Werner“ – Teil 1. Wahrscheinlich hat sich halb Berggießhübel über die mitgebrüllten Sprüche amüsiert. Kurz vor Mitternacht waren dann auch die letzten Teilnehmer so müde, dass sie sich auf den Heimweg machten bzw. in die Zelte krochen. Übrigens: Über 100 Teilnehmer haben in über 50 Zelten übernachtet. Auch das ist ein neuer Rekord!

Manchmal, wenn wir uns wieder die halbe Nacht um die Ohren gehauen haben, um mit den Vorbereitungen zur Ausfahrt vorwärts zu kommen, fragen wir uns, warum wir uns das eigentlich antun. Sicherlich haben sich das auch schon andere gefragt, die sich so intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigen. Die Antwort ist ganz einfach: Schaut einfach in die Gesichter der Kinder, für die wir diesen Tag gestaltet haben. Diese grenzenlose Freude, die uns da entgegen scheint, ist den ganzen Stress wert, den wir uns da antun.

Wir möchten uns natürlich auch dieses Jahr wieder im Namen des gesamten Org.-Komitees bei allen Sponsoren, Helfern, der Polizei und den 595 Bikern für Ihre uneigennützige Unterstützung für unsere Ausfahrt bedanken. Dieses Jahr möchten wir einen besonderen Dank an alle Behörden und Ämter aussprechen, die uns oftmals unbürokratisch und schnell die erforderlichen Genehmigungen und Freigaben für die Heimkinderfahrt ausstellten.

Fazit des Tages: 2008 geht’s weiter!!!

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