Resümee 2025

Unser Rückblick auf die 23. Sachsenbike-Heimkinderausfahrt am 17.Mai 2025

Auch in diesem Jahr beginnt der Tag der Heimkinderausfahrt bei den Sachsenbiker*innen mit einem fest eingespielten Ritual: Dem bangen Blick zum Himmel. Im Jahr 2025 gibt es morgens zunächst Entwarnung, denn es ist zwar trüb, aber trocken. Dies lässt uns hoffen, dass sich zahlreiche Motorradfahrer*innen aus den Betten schälen, um den Kindern und Jugendlichen aus 15 Betreuungseinrichtungen aus dem Raum Dresden einen schönen Tag zu bereiten.

Wie schon seit vielen Jahren ist der morgendliche Treffpunkt der Firmenparkplatz von Feldschlösschen in Dresden-Coschütz. Neu ist in diesem Jahr, dass wir logistische und vor allem auch personelle Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW – Ortsverband Dresden) erhalten. So wird Katrinsche, unser Orga-Urgestein, mit dem THW-Transporter bereits zum Startpunkt chauffiert.

Der Morgen verläuft ansonsten in der üblichen Routine: Orga-Büro aufbauen, Kaffee kochen, sich freuen über immer zahlreicher eintrudelnde Security-Bikes, Motorradfahrende sowie Kinder und Jugendliche. In der Zeit vor dem Start werden der Bürokram erledigt (muss leider sein!), die Kinder mit passenden Helmen und Kleidung versorgt sowie für jeden Fahrgast ein tolles Motorrad gesucht.

Pünktlich um 9.00 Uhr setzt sich der Tross in Richtung Westen in Bewegung und schlägt so manchen Haken in der Dresdner Umgebung. Mit viel Glück lotst uns die Polizei um/durch einen großen Stau rund um die Autobahn-Anschlussstelle Wilsdruff und wir erreichen den ersten Pausenpunkt bei ParadiesPool im Gewerbegebiet Klipphausen. Der Betreiber hat alles bestens für den zwar nur kurzen, dafür umso größeren Andrang von knapp 200 Motorrädern und ca. 400 Menschen vorbereitet – herzlichen Dank dafür. Auch das Wetter ist uns hold, es ist zwar trüb, aber es bleibt weiter trocken.

Nach einem kurzen Stopp geht es zurück auf die Straßen, denn mit den Kindern auf der Straße unterwegs zu sein, ist ja das eigentliche Ziel der Ausfahrt. So rollt der lange Tross weiter über Sachsens Landstraßen und durch Städte und Dörfer in Richtung Döbeln. In diesem Jahr übernimmt das THW mit seinem Bus erstmals die Führung bei den Begleitfahrzeugen, was unsere Orga-Mädels deutlich entlastet, da sie nun nicht mehr gleichzeitig die Begleitkolonne anführen und nebenbei die kleinen Wehwehchen der Teilnehmer per Telefon managen müssen.

Pünktlich zum Mittag erreichen wir Karls Erdbeerhof bei Döbeln. Bereits im Vorfeld hatten sich Betreiber und Mitarbeitende von Karls extrem kooperativ gezeigt. Diesen positiven Eindruck bestätigen sie heute ein weiteres Mal. Wir werden auf einem extra abgesperrten Areal willkommen geheißen, nach einem leckeren Mittagessen aus der mobilen Feldküche der Johanniter dürfen alle kostenlos den Freizeitpark besuchen, der der süßen Frucht Erdbeere gewidmet ist. Die Kinder erhalten zusätzlich Bändchen, mit denen sie alle Fahrgeschäfte nutzen dürfen, einfach toll. Jetzt kommt sogar die Sonne heraus.

Während der Mittagpause müssen wir Sachsenbiker zweimal kräftig schlucken: zunächst kommt einer der Motorradfahrer auf uns zu, um uns zu sagen, wie beeindruckt er von unserer Aktivität ist. Er möchte uns gerne unterstützen und fragt, ob wir Paypal nutzen. Noch auf dem Parkplatz überweist er uns eine Spende, die so hoch ist, dass wir nur voller Demut Danke sagen können. Ein paar Minuten später kommt eine Mitarbeiterin von Karls zu uns auf den Parkplatz. Sie berichtet, dass sie nur kurze Pause mache, um nach uns zu schauen, und uns zu sagen, dass sie unsere Ausfahrt toll findet. Dann entschuldigt sie sich, dass sie nicht mehr geben kann und spendet uns 20 Euro. Auch von dieser Geste bekommen wir einfach nur Gänsehaut und sind tief beeindruckt. Egal wie groß die Unterstützung ist, wir sind dankbar, wenn andere unser Engagement teilen und fühlen uns verpflichtet, auch im nächsten Jahr weiterzumachen.

Nach zwei Stunden Pause wird es Zeit für die nächste Etappe auf den Motorrädern. Unsere Kolonne rollte durch die Landschaft Mittelsachsens. Rührend finden wir immer wieder, wenn Menschen am Straßenrand winken und fotografieren. Die paar Autofahrer, die genervt sind, weil sie Mal zwei, drei Minuten – länger ist es meist wirklich nicht – warten müssen, kann man da getrost ignorieren.

Als wir am Nachmittag für die Kaffeepause ein zweites Mal auf den Hof von ParadiesPool rollen, werden wir von einem weiteren Team des THW erwartet, die eine bombastische Kuchenpause vorbereitet haben. Die THWler übernehmen die Organisation komplett und verweisen uns Sachsenbiker regelrecht von der Arbeit. Welch ein Unterschied zum letzten Jahr, wo wir vor lauter Stress gar nicht Luftholen konnten. Jetzt kommen wir sogar dazu, eine kleine Pause einzulegen und ein Stück vom leckeren Kuchen zu naschen.

Das THW sowie manch andere neue Helferinnen und Helfer machen in diesem Jahr einen wirklichen Unterschied und lassen uns den Unmut des Vorjahres vergessen. Indem wir diese Hilfe annehmen, fühlen wir uns verpflichtet, das Projekt Sachsenbike-Heimkinderausfahrt weiterzuführen und denken erstmal nicht mehr ans Aufhören.

Frisch gestärkt mit Kuchen vom Dresdner Backhaus, Leckereien von Dr. Quendt und Milch von Müller Milch geht es nun auf die letzte Etappe des heutigen Tages. Jetzt fängt es nun doch etwas an zu regnen, aber die Husche stört zunächst nicht weiter. Der Großteil der Strecke ist geschafft und alles läuft gut.

Leider beginnt ausgerechnet am Ziel unserer Ausfahrt an der Joy Next Arena ein kräftiger Regen, sodass keiner so recht zum Ausklang des Tages eine Bratwurst und ein Feierabend-Getränk bleiben will. Aber vielleicht finden wir auch für diesen wirklich nur sehr kleinen Wehmutstropfen im nächsten Jahr eine andere Lösung …

Neben unseren vielen – vielen – vielen Helfern, wollen wir nicht unsere wichtigen Hauptsponsoren vergessen: